Mehr als 200 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft kamen heute zum Hanse Sail Business Forum

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Mehr als 200 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft kamen heute zum Hanse Sail Business Forum, zu dem der Initiativkreises der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern, bestehend aus der IHK zu Rostock, der HWK Ostmecklenburg-Vorpommern, dem Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. und dem Enterprise Europe Network M-V, seit 2001 regelmäßig am Eröffnungstag der Hanse Sail in Rostock einlädt. Die Hanse Sail zieht fast 200 Traditionssegler und mehr als eine Million Gäste aus aller Welt an, da liegt es nahe, sich beim Wirtschaftsforum dem Thema "Europa im Wandel – Was für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Spiel steht"  zu widmen.

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"Die Europäische Union hat uns Wohlstand in einem bisher ungekannten Ausmaß gebracht. Umso mehr muss es unser Anliegen sein, dieses 'Projekt Europa' zu schützen, zu beschützen, aber auch weiter zu entwickeln", brachte es der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, auf den Punkt. Bei den hohen Bildungsstandards, die in Deutschland gelten, dürfen keine Abstriche gemacht werden, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und  Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer. Digitalisierung, Sicherheitspolitik, der Umgang mit den globalen Migrationsbewegungen, internationaler Handel seien einige der aktuellen bedeutenden Themen. Dafür brauche es Europa. Und Europa brauche eine starke Wirtschaft.

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Nicht immer sei konstruktiv am Haus Europa gearbeitet worden, machte Helmut Scholz, DIE LINKE, Mitglied des Europäischen Parlaments, in seinem Impulsreferat deutlich. Der Politiker ist überzeugt, wenn die Grundrichtung der Entwicklung der EU der vergangenen 20 Jahre nicht in Frage gestellt werde, lasse sich eine EU mit hohen sozialen Standards nicht durchsetzen. 

Wenn es der Wirtschaft gut geht, ist auch mehr Geld für Soziales da:        
Dr. Claudia Conen, Bereichsleiterin Fördergeschäft und Finanzierung beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), hob in ihrem Vortrag hervor, dass die Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen auch in Zeiten der Niedrigzinsphase notwendig sei und  wichtige Impulse gebe. Über regionale Finanzierungspartner wie die Förderbanken unterstütze die EU gezielt Wirtschaftsförderung in der Region. Wie regionale Unternehmerinnen und Unternehmer im europäischen Binnenmarkt erfolgreich sein können, verdeutliche der Erfahrungsbericht der Susanna Masson-Wawer, Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH und im Ehrenamt Vizepräsidentin der IHK zu Rostock. Sie machte deutlich: Wenn die Unternehmer der verschiedenen Länder sich aufeinander einlassen, voneinander lernen, haben alle etwas davon, auch das Profil des Hauses Europa. Die Unternehmerin hatte Erwartungen an Europa, hat sich in anderen Ländern engagiert und viel erreicht, ihre Produkte sind echte Weltbummler oder eher Exportschlager geworden.

 

Was steht für Europa auf dem Spiel? Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, ist sicher: "Nur wenn wir die Kluft zwischen den Erwartungen an Europa und Erreichtem in Europa schließen, wird sich auch die Kluft zwischen europäischer Politik und Bürgern schließen."

Seite aktualisiert am 10. August 2017online seit 10. August 2017

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