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Handwerkskammer lehnt kosmetische Korrekturen beim Mobilitätsprogramm entschieden ab

Azubiticket dringend notwendig

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern reagiert mit Unverständnis auf die geplanten kosmetischen Änderungen der Fahrkostenzuschüsse für Auszubildende an beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern durch das Bildungsministerium des Landes. Dazu Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Zugangsvoraussetzungen für den Abruf der finanziellen Unterstützung deutlich zu ändern. Damit die Lehrlinge diese Mittel überhaupt abrufen können, muss bisher ihre Ausbildungsvergütung unter 500 Euro liegen und der einfache Fahrtweg länger als 1,5 Stunden zur Berufsschule betragen. Bleibt es bei den `leichten Korrekturen` des Mobilitätsprogramms, werden die hohen Fahrt- und Übernachtungskosten für Auszubildende des Handwerks nach wie vor eine starke Belastung für die Jugendlichen, deren Eltern und Ausbildungsbetriebe bleiben. Die Folge: Jugendliche wählen jene Ausbildungsberufe, die in der Region beschult werden oder brechen die Lehre aufgrund der langen Fahrtwege durch die politisch gewollte Zentralisierung der Berufsschulstandorte nach kurzer Zeit ab. Von den jährlich 340.000 Euro Zuschüsse fließen nur 180.000 Euro ab. Wir brauchen endlich ein Azubi-Ticket, um damit ein deutliches Zeichen an die Auszubildenden und Handwerksbetriebe im Land zu richten und sie kostenseitig zu entlasten.“

Die Zusage des Bildungsministeriums, das Mobilitätsprogramm den aktuellen Erfordernissen auf dem Ausbildungsmarkt anzupassen und somit Fachkräfte für das Handwerk zu sichern, ist nach den Worten von Präsident Hochschild bisher nicht eingehalten worden.

Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
Lasdin
Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern