Hochkonjunktur im regionalen Handwerk



Das Gesamthandwerk im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) mit ca. 12 400 Betrieben schätzt seine wirtschaftliche Situation nach wie vor als sehr stabil ein. Die konjunkturelle Stimmungslage hat sich seit der letzten Konjunkturumfrage im Frühjahr 2017 auf hohem Ausgangsniveau weiter verbessert.  Die Auftragsbücher der Unternehmen sind weiterhin gut gefüllt und zeigen eine konstante Binnennachfrage.

„Die derzeitige Geschäftslage wird von 94 % der befragten Betriebe als überwiegend gut bis befriedigend beurteilt. Dies ist ein Zuwachs von 7 % gegenüber den Umfragewerten des Frühjahres 2017.  Die durchschnittliche Auftragsreichweite aller Gewerke beträgt 8,3 Wochen, bei den Ausbauhandwerken sogar 9,1 Wochen. Wachsende Aufträge konnten in den vergangenen Monaten neben der Baubranche u.a. auch das Nahrungsmittelhandwerk verzeichnen“, so Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Die derzeitige Betriebsauslastung ist im Vergleich zur Frühjahrskonjunkturumfrage 2017 deutlich gestiegen. 62 % der Unternehmen, das sind 19 % mehr als zu Jahresbeginn, melden eine 81-100prozentige Auslastung. 31 % der Unternehmen gaben eine über 50prozentige Auslastung an. Die höchste  Auslastung können die Bauhaupt- und Ausbauhandwerke sowie die Handwerksbetriebe des Gewerblichen Bedarfs verzeichnen.  Freie Kapazitäten haben hingegen  das Kfz- und das Gesundheitshandwerk.

Die Beschäftigungssituation hat sich in den Unternehmen im Vergleich zum Vorquartal verbessert. 14 % (Frühjahr 2017: 12 %) der befragten Unternehmen haben im letzten Quartal Neueinstellungen getätigt, 76 % (Frühjahr 2017: 70 %) der Befragten hielten die Mitarbeiteranzahl konstant und nur 10 % (Frühjahr 2017: 18 %) haben ihre Mitarbeiteranzahl reduziert. Trotz des bevorstehenden Winters planen 92 Prozent der befragten Betriebe ihre Mitarbeiteranzahl konstant zu halten.

HWK-Hauptgeschäftsführer Hopf betont, dass die Handwerkskammer mit modernen Dienstleistungen die Handwerksbetriebe begleite, um die Wettbewerbssituation auf dem Markt weiter zu stabilisieren. Dazu gehöre die IT-Beratung ebenso wie die Energie-, Integrations- und Ausbildungsberatung.