Konjunktur 2007

Wirtschaftliche Situation im Handwerk hat sich weiter stabilisiert


Der wirtschaftliche Aufwärtstrend im regionalen Handwerk hält an. Nach der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Ostmecklenburg - Vorpommern erreichte der Geschäftsklimaindex mit 102 Punkten den höchsten Stand in den Wintermonaten seit 11 Jahren! Die erwarteten konjunkturellen Dämpfungen aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung konnten zum größten Teil ausgeglichen werden.

Aufgrund des milden Winters meldete die Baubranche kaum wirtschaftliche Einbrüche. Auch das Ausbaugewerbe konnte - u.a. durch das Gebäudesanierungsprogramm - eine für den Winter vergleichsweise gute Geschäftslage verzeichnen.

"Insgesamt bewerteten zwei Drittel der Handwerksbetriebe die Geschäftslage in den Wintermonaten als `gut bis befriedigend`. Die 2006 vorgezogenen Aufträge vor der Mehrwertsteuererhöhung gaben vor allem der Bau- und Kfz-Branche weitere Impulse. Unterdurchschnittlich war die wirtschaftliche Entwicklung in den Gesundheitshandwerken. Dies zeigt ein Mal mehr, dass die Gesundheitsreform in die falsche Richtung geht. Erfreulich ist, dass der Beschäftigungsabbau im Handwerk gestoppt wurde. So konnten annähernd 90 Prozent der befragten Handwerksbetriebe ihren Mitarbeiterstamm im ersten Quartal 2007 halten", fasst Claudia Alder, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer, die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zusammen. Zurückzuführen ist die Beschäftigungssicherung vor allem auf den gleichbleibenden bzw. steigenden Auftragsbestand, den 74 Prozent der handwerklichen Betriebe meldeten und die damit verbundene Betriebsauslastung. Fast ein Drittel (28 Prozent) der Befragten konnte in der kalten Jahreszeit die Betriebe 80- bis 100prozentig auslasten, dies sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa jeder zweite Handwerksbetrieb (57 Prozent) hielt oder steigerte infolge der sich stabilisierenden Umsatzentwicklung auch die Investitionstätigkeit - im Durchschnitt wurden 23 000 Euro investiert.


Die Erwartungen für die kommenden Monate sind weiter optimistisch, mehr als die Hälfte der Betriebe erwartet eine gleichbleibende Entwicklung. Auf dem Arbeitsmarkt wird ein leichter Aufwärtstrend - so im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk - prognostiziert. "Jetzt kommt es darauf an, neue Aufträge zu sichern und bessere Preise durchzusetzen, denn die Preisentwicklung bleibt weiter angespannt."


"Um diese konjunkturelle Belebung weiter zu festigen und damit das Wachstum für Arbeits- und Ausbildungsplätze auf ein sicheres Fundament zu stellen, braucht das Handwerk eine mittelstandsfreundliche Politik. Dazu gehört die zügige Umsetzung der Unternehmenssteuerreform, bei der die Personenunternehmen nicht auf der Strecke bleiben dürfen", so Hauptgeschäftsführerin Alder.