HWK OMV

Vollversammlung der Handwerkskammer legte Kurs 2018 fest

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) tagte an diesem Wochenende (18. November 2017) in Rostock. HWK-Präsident Axel Hochschild ging in seinem Bericht auf die aktuelle Situation im regionalen Handwerk ein: „Die konjunkturelle Entwicklung ist im Handwerk stabil. Die durchschnittliche Auftragsreichweite beträgt 8,3 Wochen. Die Binnennachfrage ist somit weiterhin konstant. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage gaben 92 Prozent der befragten Handwerksbetriebe an, ebenso in der Wintersaison ihre Mitarbeiter zu halten. Auch die Jugendlichen erkennen zunehmend, dass das Handwerk eine qualitativ hochwertige Ausbildung und eine gute berufliche Perspektive bietet. In diesem Jahr haben bisher 1289 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag im Bereich der Handwerkskammer abgeschlossen. Dies ist ein Zuwachs von 2,3 Prozent im  Vergleich zum Vorjahr.“

Die Mitglieder des höchsten Gremiums der Handwerkskammer legten zugleich die wirtschaftspolitischen Handlungsschwerpunkte für das Jahr 2018 fest. Dazu gehören die Sicherung des fachlichen Nachwuchses, die Unternehmensnachfolge und Existenzgründungen sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe. Dabei setzt die Handwerkskammer konsequent auf Digitalisierung ihrer internen Prozesse, um ihre Dienstleistungen für die Handwerksunternehmen überall und zeitunabhängig abrufbar zu machen. Die IT-Berater der Handwerkskammer, die vom Wirtschaftsministerium unterstützt werden, stehen zudem bei der Umsetzung der betrieblichen Digitalisierungsstrategien in den Unternehmen vor Ort beratend zur Seite, ob beim Einsatz von Software-Lösungen zur Steuerung betrieblicher Abläufe oder von 3D- Druck zur Herstellung von Ersatzteilen.

Erfreulich ist nach den Worten von Präsident Hochschild, dass derzeit 680 Meisterschüler die Kurse der HWK absolvieren (2015 waren es noch 578). Die Mitglieder der Vollversammlung dankten zugleich dem Wirtschaftsministerium für die Unterstützung im Rahmen der Meisterkampagne sowie das Instrument „Meister Extra“, das für potenzielle Meisterschüler eine wichtige Motivation und Würdigung der Meisterqualifikation darstellt.

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen sei aber auch die Landespolitik gefordert, so die Vollversammlungsmitglieder. Der zügige Ausbau eines hochleistungsfähigen Breitbandnetzes, das schnelle Handeln in Fragen der Infra- und Verkehrsstruktur (wie der A20), die dringende Überarbeitung des Mobilitätsprogramms für die Unterstützung der Berufsschüler durch das Bildungsministerium und die Novellierung des Vergabegesetzes sollten deshalb ganz oben auf der Agenda der Landespolitiker stehen.

                                   

Derzeit bieten im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
ca. 12 500 Handwerksbetriebe ihre Produkte und Dienstleistungen an.