argum / Falk Heller

Neues Ausbildungsjahr startet mit einem Zuwachs an Lehrstellen im Handwerk

Das neue Ausbildungsjahr beginnt. Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) starten damit 977 Lehrlinge ihre Ausbildung in den verschiedenen handwerklichen Branchen.

Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
Lasdin
Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern

"Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 4,7 Prozent bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Erfreulich ist, dass auch in traditionellen Handwerksberufen wie im Klavier- und Cembalobauer-, im Sattler- oder Goldschmiedehandwerk fachlicher Nachwuchs ausgebildet wird", so Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer.  Die Hitliste der ausbildungsstärksten Gewerke führen bei den Neuverträgen die Kfz-Mechatroniker mit 187 Auszubildenden, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik  mit 73 Lehrlingen bzw. das Friseurhandwerk mit 57 neuen Ausbildungsverträgen an. Nach den Worten von Präsident Hochschild gibt es für lehrstellensuchende Jugendliche dennoch 409 freie Ausbildungsplätze in verschiedenen Handwerksberufen. Das Lehrstellenradar, die Lehrstellenbörse und die Ausbildungsberater der HWK stehen bei der Berufsorientierung Jugendlichen und deren Eltern zur Verfügung, um entsprechend der Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie eigenen beruflichen Vorstellungen der Schulabgänger den geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. "Aufgrund der demografischen Entwicklung wird in allen Branchen fachlicher Nachwuchs dringend gebraucht. Wir sprechen dabei Jungen und Mädchen mit verschiedenen schulischen Abschlüssen, aber auch Studienaussteiger an. Mit Blick auf die ca. 2000 Handwerksbetriebe im Kammerbereich, die in den nächsten fünf Jahren vor dem Generationswechsel stehen, eröffnen sich hier für junge Menschen zahlreiche weitere Chancen, Verantwortung und Führungspositionen zu übernehmen", so Hochschild weiter.

Zukunftsorientierte Bildung in höchster Qualität ist einer der wichtigsten  Standortfaktoren in der Region. Dabei bietet die Meisterausbildung  für die Unternehmensführung optimale Voraussetzungen.  Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Fachkräftesicherung im Handwerk, unter anderem durch das "Meister-Extra" in Höhe von 1.000 Euro für Handwerksmeister als Anerkennung für ihren Abschluss. Weiterhin erhalten Existenzgründer, die ein bestehendes Unternehmen übernehmen, vom Wirtschaftsministerium eine "Meisterprämie" in Höhe von 7.500 Euro.