Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk

Rostock, Neubrandenburg, 29. November 2010






 

248 Jungmeisterinnen und -meister aus 14 Gewerken erhalten heute in der Neubrandenburger Konzertkirche im feierlichen Rahmen ihre Meisterurkunden, 39 Betriebswirte des Handwerks ihre Zeugnisse. Festredner ist der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering.

Seit der Wende haben 5556 Handwerkerinnen und Handwerker über die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) die Meisterschule absolviert. Dazu Roland Setzkorn, Präsident der HWK: "Der Meisterbrief ist das Qualitätssiegel im Handwerk und damit das 'sicherste Wertpapier'. Er steht für höchste fachliche Kompetenz, kaufmännische, rechtliche und pädagogische Kenntnisse. Damit haben diese jungen Meister die besten Voraussetzungen für den Start in die berufliche Selbständigkeit, die Übernahme eines Unternehmens oder die Führungsaufgaben in einem Betrieb."

An die Jungmeister gerichtet betont Ministerpräsident Erwin Sellering: "Mit der Entscheidung, die Mühen eines Meisterlehrgangs auf sich zu nehmen, zeigen Sie, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Mecklenburg-Vorpommern braucht junge Menschen wie Sie. Mecklenburg-Vorpommern braucht gut qualifizierte Fachkräfte, die Verantwortung übernehmen."

Der jüngste Handwerksmeister der vergangenen Jahre ist der 23jährige Installateur- und Heizungsbauermeister Daniel Reinke aus Gahlkow, der heute in Neubrandenburg seinen Meisterbrief erhält.

Erfreulich ist, dass in diesem Jahr mit 129 bestandenen Meisterprüfungen die Anzahl der geprüften Meisterschüler im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat (2009: 92 Meisterprüfungen). Die Meisterkampagne der Handwerkskammern mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums MV zeigt in der Region Erfolg. Absolvierten 2008 noch 654 Handwerkerinnen und Handwerker die Meisterausbildung über die HWK, so waren es 2009 bereits 745 und 2010 bisher 740 Meisterschüler.

Die Betriebswirte des Handwerks haben mit ihrem Studium der fachlichen Qualifizierung den "i-Punkt" aufgesetzt. Von der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre über den Bereich Recht/Steuern bis zur Personalführung haben sie sich mit diesem staatlich anerkannten fachlichen Abschluss zu Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträgern für die kleinen und mittleren Unternehmen über die Handwerkskammer weiter gebildet.