Betriebsübergabe
Die Kammerberater unterstützen Sie bei folgenden Fragestellungen:
- Ermittlung von Zeit,- Verkehrs- & Ertragswerten als Orientierung zur Bestimmung eines Unternehmenswertes
- Beratung und Unterstützung bei der Datenerfassung in Nachfolgersuchbörsen
- Beratung und Begleitung vor und während des Übergabeprozesses (Übergabefahrplan)
- Angebot von Informationsveranstaltungen und Workshops
- Nutzung vorhandener Netzwerke zur Nachfolgersuche
- Fördermittelberatung und Beratung zur Erstellung von Businessplänen für den Übernehmer
Wertermittlung
Die Betriebsberater der Handwerkskammer bewerten Ihren Betrieb kostenfrei. Ihr Betriebsvermögen (Gebäude, Grundstück und sonstiges Anlagevermögen) wird bewertet und Sie können eine Ertragswertermittlung auf Basis Ihrer Geschäftszahlen ermitteln lassen. Die Bewertungsverfahren bundesweit einheitlich angewandt und sind von Finanzbehörden und Banken anerkannt. Die vom Betriebsberater ermittelten Unternehmenswerte geben Ihnen eine erste Orientierung zur Höhe eines Verkaufswertes Ihres Betriebes.
Übergabeformen
- Betriebsveräußerung
- Beteiligung
- Betriebsverpachtung
- Schenkung (Wichtige Aspekte: Zivilrecht, Erbrecht, Steuerrecht)
Die Zukunft Ihres Betriebes frühzeitig planen
Ob Verkauf, Übergabe innerhalb der Familie oder Verpachtung: Beginnen Sie möglichst mehrere Jahre vor dem geplanten Rückzug mit der Vorbereitung. Neben der Nachfolgersuche und dem Unternehmenswert sollten Sie Ihre persönliche finanzielle Absicherung sowie rechtliche und steuerliche Fragen berücksichtigen. Unsere Betriebsberater unterstützen Sie bei den nächsten Schritten.
Betriebsaufgabe planen
Wenn eine Fortführung nicht möglich oder nicht gewünscht ist, braucht auch die Betriebsaufgabe eine sorgfältige Vorbereitung. Klären Sie insbesondere folgende Punkte:
- Steuerliche Folgen: Beim Verkauf oder bei der Übernahme von Betriebsvermögen ins Privatvermögen können steuerpflichtige Gewinne entstehen. Liegt der aktuelle Wert über dem steuerlichen Buchwert, werden sogenannte stille Reserven aufgedeckt. Besonders bei Betriebsimmobilien kann dies erhebliche Steuern auslösen – auch ohne Geldzufluss.
- Finanzieller Spielraum: Planen Sie Mittel für Steuern, verbleibende Verbindlichkeiten und Abwicklungskosten ein. Lassen Sie mögliche Steuervergünstigungen und umsatzsteuerliche Folgen rechtzeitig prüfen. Die Behandlung hängt unter anderem von der Rechtsform und der konkreten Gestaltung ab.
- Beschäftigte und Verträge: Berücksichtigen Sie Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse, Kündigungsfristen sowie Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge. Klären Sie auch offene Aufträge und fortbestehende Gewährleistungsverpflichtungen.
- Geordneter Abschluss: Stimmen Sie den Zeitpunkt der Aufgabe und die erforderlichen Meldungen ab. Sichern Sie Geschäftsunterlagen und digitale Daten für die geltenden Aufbewahrungsfristen.
Nachfolgebörsen
Nachfolgezentrale MV
Die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern, Trägerin des Projektes NACHFOLGEZENTRALE MV, begleitet bei der Unternehmensnachfolge und ergänzt die Beratungsangebote der Handwerkskammern sowie der Industrie- und Handelskammern des Landes.
Die NACHFOLGEZENTRALE MV bringt abgebende Unternehmer mit potenziellen Nachfolger zusammen, um die wirtschaftliche Infrastruktur unseres Landes zu erhalten und auszubauen.
Die Daten werden streng vertraulich behandelt und eine Weitergabe im Zuge eines erfolgreichen Matchings erfolgt nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung.
Ansprechpartner
Diese Beratung wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und vom Land Mecklenburg-Vorpommern aus den Mitteln der Europäischen Union, dem Europäischen Sozialfond.