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Investitionen statt Kurzarbeit

Statt Kurzarbeit brauchen wir Investitionen, die nachhaltig wirken sowie Arbeits-und Ausbildungsplätze, vor allem in den ländlichen Regionen, sichern.

Aufträge jetzt vorziehen

Die Corona-Krise hat das Handwerk mit voller Wucht getroffen. Fehlende Aufträge und Kurzarbeit waren nur einige Folgen. „Die Sofortprogramme von Bund und Land waren deshalb richtige und wichtige Maßnahmen, um die in wirtschaftliche Not geratenen kleinen und mittleren Handwerksbetriebe zu unterstützen“, würdigt Präsident Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK), die Hilfsprogramme. Zugleich appelliert er an die Kommunen und Gemeinden sowie Behörden auf Landesebene, jetzt Aufträge u.a. für den Bau und Ausbau zu erteilen bzw. vorzuziehen. „Statt Kurzarbeit brauchen wir Investitionen, die nachhaltig wirken sowie Arbeits-und Ausbildungsplätze – vor allem in den ländlichen Regionen – sichern. Dies bedeutet ebenfalls, Rechnungen beschleunigt zu begleichen. Planerische Engpässe für die Auftragsvergabe müssen schnellstmöglich abgebaut und die Planungskapazitäten erhöht werden, um z.B. kurzfristig Baugenehmigungen erteilen zu können“, fährt Präsident Hochschild fort. Damit wäre die Baubranche erneut ein wirtschaftlicher Motor in der Region. Die öffentliche Hand müsse dies mit einer beschleunigten Auftragsvergabe weiter forcieren.

Wenn in wenigen Tagen die Schulen wieder schrittweise öffnen, müssen auch die hygienischen Bedingungen stimmen. Da es in vielen Schulen gerade im sanitären Bereich einen großen Reparatur- und Sanierungsbedarf gibt, wäre jetzt die beste Zeit, diese handwerklichen Aufträge abarbeiten zu können.

Die Kommunen könnten nach den Worten des HWK-Präsidenten zudem über die Senkung der Grund- und Gewerbesteuer dazu betragen, handwerkliche Strukturen in der Region und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Die Coronakrise habe ebenso ganz klar verdeutlicht, wie wichtig die Digitalisierung gerade im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern sei. Defizite können nach den Worten von Präsident Hochschild schnell dazu führen, vor allem in der ländlichen Region abgehängt zu werden. Ein
flächendeckendes hochleistungsfähiges Breitbandnetz sei für die regionalen Handwerksbetriebe deshalb nicht nur in Coronazeiten existenzrelevant.

Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer OMV
HWK OMV
Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer OMV