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Regionales Handwerk auch in Coronazeiten ein Stabilitätsanker

Corona pfuscht uns nicht ins Handwerk, hieß es vor allem in den vergangenen Wochen. Dies bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern zum Herbst dieses Jahres.



„Das Handwerk hat sich einmal mehr als Stabilisator auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region erwiesen. Mehr als 90 Prozent der befragten Handwerksbetriebe bewerten insgesamt ihre derzeitige Geschäftslage als gut bis befriedigend. 15 Prozent der handwerklichen Unternehmen haben aufgrund der stabilen Auftragslage sogar weitere Mitarbeiter in den Sommermonaten eingestellt. Jeder zweite Betrieb meldete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstante Investitionen, 15 Prozent der Unternehmen konnten diese sogar steigern“, so Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Handwerkskammer (HWK). Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt konstant bei 10 Wochen. Dennoch müsse nach seinen Worten zwischen den handwerklichen Branchen differenziert werden.

Vor allem in der Bau- und Ausbaubranche konnten durchschnittlich 96 Prozent der Handwerksbetriebe eine gute bis befriedigende Geschäftslage verzeichnen. In der Kfz-Branche und im Nahrungsmittelhandwerk sind die Handwerksbetriebe hingegen eher verhalten. „Hier ist die Stimmung etwas schlechter als vor der Krise. Für viele Bäcker und Fleischer fielen wichtige Zulieferungen für die Tourismusbranche wie Hotels und Pensionen für viele Wochen weg, ebenso das Catering. Zurückhaltungen beim Kauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie geschlossene Zulassungsstellen über einen längeren Zeitraum machten sich im Kfz-Handwerk negativ bemerkbar. Dennoch hielten auch hier annähernd 80 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeiter“, betont Hauptgeschäftsführer Hopf.

Zugleich gibt er zu bedenken, dass wirtschaftliche Entwicklungen wie im Zulieferbereich oft zeitversetzt im Handwerk ankommen. Insgesamt sind die Handwerksbetriebe aller Branchen bei der wirtschaftlichen Prognose eher vorsichtig verhaltend. 60 Prozent aller befragten Betriebe erwarten einen eher gleichbleibenden Umsatz, ca. 15 Prozent befürchten einen Umsatzrückgang. Bei vielen Handwerksbetrieben sind die Rücklagen aufgebraucht. Deshalb erwartet die Handwerkskammer die weitere Unterstützung des handwerklichen Mittelstandes und Entlastung bei den Lohnnebenkosten. Einen zweiten flächendeckenden Lockdown würde für viele regionale Betrieb eine Existenzbedrohung darstellen.

Dowload der Umfrage

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HWK OMV