Meisterfeier 2026
189 neue Handwerksmeister in Neubrandenburg geehrt
189 junge Handwerksmeister aus 12 Gewerken haben über die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern erfolgreich ihre Meisterausbildung absolviert. Gemeinsam mit sechs Betriebswirten des Handwerks wurden sie im Rahmen der Meisterfeier in Neubrandenburg feierlich geehrt.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern Axel Hochschild gratulierten zum erfolgreichen Abschluss. Mit ihnen übernehmen nun hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte vom Boots- und Schiffsbauerhandwerk über das Kfz-Techniker-, Friseur- und Bauhandwerk bis zum Land- und Baumaschinenmechatronikerhandwerk - Verantwortung in den regionalen handwerklichen Betrieben – als Unternehmer, Führungskräfte, Ausbilder sowie als wichtige Leistungsträger für die wirtschaftliche Entwicklung im Land.
HWK-Präsident Axel Hochschild betonte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Meisterqualifikation für die berufliche Zukunft der Absolventen. Der Meisterbrief sei ein starkes Qualitätssiegel, das für höchste fachliche Leistung, Managementkenntnisse und Vertrauen bei den Kunden stehe. Der Meistertitel öffne Türen für vielfältige Berufswege – von Führungspositionen in Unternehmen über die Gründung eines eigenen Betriebes bis hin zur Übernahme eines bestehenden Unternehmens. Rund 5000 Handwerksbetriebe stehen im Kammerbereich in den nächsten fünf Jahren vor dem Generationswechsel.
Zugleich machte der HWK-Präsident deutlich, dass zentrale gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben ohne das Handwerk nicht zu bewältigen seien. Dies könne auch keine KI leisten. Mobilität, Energiewende, die Versorgung insbesondere ländlicher Räume sowie der Wohnungsbau könnten nur mit leistungsfähigen Handwerksbetrieben in der Praxis umgesetzt werden.
Umso wichtiger seien stärkere und verlässliche Investitionen in die Bildungsstrukturen des Handwerks. Dazu gehören moderne Bildungszentren ebenso wie gut ausgestattete Berufsschulen im Land. Nur so könne die berufliche Bildung nachhaltig gestärkt und die fachliche Aus- und Weiterbildung ausreichend vieler Fachkräfte im Handwerk gesichert werden.
Darüber hinaus forderte Hochschild von der Bundespolitik ein nachhaltiges und konsistentes Gesamtreformpaket, das die Betriebe spürbar entlastet. Insbesondere bei Steuern, Abgaben und bürokratischen Belastungen brauche das Handwerk endlich verlässliche Rahmenbedingungen.
An die Landesregierung gewandt sprach sich Präsident Hochschild dafür aus, die Bürokratie in der Vergabepolitik zu senken durch die Reduzierung der einzureichenden Unterlagen und Formulare. Eine effiziente Maßnahme wäre, dass z.B. nur von jenen Anbietern die kompletten Unterlagen angefordert werden, die in die finale Auswahl kommen, so Axel Hochschild.
Axel Hochschild (Präsident HWK OM-V), Manuela Schweisig (Ministerpräsidentin M-V), Jens-Uwe Hopf (Hauptgeschäftsführer HWK OM-V), Holger Schwannecke (Generalsekretär ZDH)
Ein besonderer Höhepunkt der Meisterfeier war die Auszeichnung der Jahrgangsbesten. Sie erhielten für ihre herausragenden Leistungen den Preis der INTER-Versicherungen.
Die Betriebswirte des Handwerks haben mit ihrem Abschluss die höchste Fortbildungsstufe im Handwerk erreicht. Der Abschluss ist dem akademischen Master gleichgestellt und steht für umfassende betriebswirtschaftliche, strategische und unternehmerische Kompetenz.
Die Jahrgangsbesten:
- Steffen Beise, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Daniel Braasch, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Thomas Engel, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Steffen Franz, Tischlermeister
- Christopher Geilus, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Thorge-Friedrich Klawitter, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Florian Laß, Installateur- und Heizungsbauermeister
- Simon Schubert, Tischlermeister
- Jan Wussow, Metallbaumeister
- Alexander Wussow, Land- und Baumaschinenmechatronikermeister
Hinweis: Bilder von der Feier werden hier in den nächsten Tagen veröffentlicht.